Ein Stillleben ist schön, da es Ruhe vermittelt.

bei genauem Hinsehen ist es meist eher die Ruhe vor dem Sturm, aber immerhin.

Abbildung des Daseins einer in sich komprimierten Welt.
Stehengeblieben in der Zeit, selbstbewusst und stark.
Das Leben in seiner eigenen Gültigkeit atmosphärisch nutzend – und seine Szenerien bewahrend, zum Beispiel: vor allzu schnellen Blicken.

Denn das scheinbar Unregsame ist dicht belebt, von so vielfältigem Erscheinen:

Individuelle Charaktere und Protagonisten, ihre Eigenschaften immer in Szene setzend
Beobachtende Blicke (über die Schulter geworfen) und hochmütige Gesten. Augenzwinkerndes Position-Beziehen Masken mit Löchern als Augen

Schnecken, Muscheln, Fische
kleine Viecher auf bunten Blumen
Luftwesen mit großen Flügeln
Körbe, randvoll
Gläser, Pokale, Spiegel
Zettel mit Notizen, einrollend

wirre Muster
Fundstücke
Skizziertes, Schraffiertes und Geklebtes

Hinweispfeile,
erörternd Texte als Gedankenaustausch

surfende Eidechsen
Hunde mit langen, schiefen Nasen
reife Früchte auf großen Tischdecken
Zitronen und Orangen, laszessiv abschälend
Schlangen, von der Seite oder der Decke herabhängend


Die Idee und der Zündende Gedanke
Der Höhenflug als Nebenszenerie
Schöne Tage in kleinen Kästchen


inmitten des bildnerischen Universums

Text als Download:
Ein Stilleben ist schön